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Alkalimetalle

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Alkalimetalle

Natrium - ein seltsames Metall

Erstmal ein spektakulärer Versuch mit Natrium

Wenn wir an Metalle denken, stellen wir uns normalerweise etwas Hartes, Glänzendes und Schweres vor, das außerdem noch den elektrischen Strom leitet. Natrium erfüllt fast keines dieser vier Kriterien. Den elektrischen Strom leitet es, aber weder ist es hart, noch glänzt es, noch ist es schwer.

Versuch 1:
Reaktion von Natrium mit Wasser

Material:

Pinzette, Küchenmesser, Filtrierpapier, Glasschüssel, Phenolphthaleinlösung, Natrium

Durchführung:

Als erstes bereiten wir die Wasserschüssel vor. Wir füllen sie etwa zur Hälfte mit Leitungswasser und gegen dann einige Spritzer Phenolphthaleinlösung dazu. Phenolphthalein ist ein Indikator (Nachweismittel) für Laugen.

Mit der Pinzette nehmen wir dann ein kleineres Natriumstück aus dem Vorratsgefäß und legen es auf ein Stück Filtrierpapier. Mit dem Küchenmesser schneiden wir ein kleines würfelförmiges Natriumstück zurecht (ca 1/2 cm Kantenlänge). Ganz wichtig ist, dass alle sechs Seiten des Würfels frische Schnittflächen sind. Man kann dies gut an dem metallischen Glanz der Schnittflächen erkennen.

Nun nehmen wir den Würfel mit der Pinzette auf und geben ihn vorsichtig auf die Wasseroberfläche in der Glasschüssel. Wir treten einige Schritte zurück, vergewissern uns, dass wir trotz der aufgesetzten Schutzbrillen gut aussehen (vielleicht filmt uns Herr Helmich ja wieder mit seiner Digitalkamera), und beobachten die Glasschüssel. Nach dem Versuch tritt ein mutiger Schüler vor und probiert, wie sich das Wasser anfühlt. Danach muss sich dieser Schüler dann aber die Hände waschen.

Beobachtung 1:

Nach dem Zurechtschneiden des Natriumwürfels sind die Schnittflächen metallisch blank, sie glänzen gräulich-silbern. Aber nach wenigen Sekunden schon überzieht sich die Schnittfläche mit einer trüben Schicht.

Deutung 1:

Natrium reagiert mit dem Sauerstoff der Luft zu Natriumoxid. Dabei vereinigen sich stets zwei Natriumatome mit einem Sauerstoffatom. Da der Luftsauerstoff in Form zweiatomiger Moleküle vorkommt, dürfen wir nicht einfach 2 Na + O in der Reaktionsgleichung schreiben.

Beobachtung 2:

Das Natriumstück flitzt auf der Wasseroberfläche hin- und her, dabei scheint es zu schmelzen, es nimmt Kugelgestalt an und wird immer kleiner. Unter Umständen entzündet es sich sogar.

Während das Natrium auf dem Wasser hin- und herflitzt, hinterlässt es eine rote Spur im Wasser, wie ein Schwimmer, der von einem Hai gebissen wurde (Äh - so was schreiben wir natürlich nicht in das Versuchsprotokoll. Und lustig ist das überhaupt nicht!). Am Ende ist das ganze Wasser rot gefärbt.

Nach Beendigung des Versuchs fühlt sich das Wasser schön seifig an.

Deutung:

Natrium reagiert mit Wasser unter Bildung von Natriumhydroxid (Ätznatron) und Wasserstoff. Das Natriumhydroxid löst sich dann im Wasser, und es entsteht Natronlauge. Diese verursacht die Rotfärbung des Indikators und ist dafür verantwortlich, dass sich das Wasser seifig anfühlt.

Man könnte sagen, dass die Natriumatome je eine OH-Gruppe aus einem Wassermolekül herausziehen und sich mit dieser Hydroxid-Gruppe vereinigen. Übrig bleiben dann Wasserstoffatome, die sich aber sofort zu Wasserstoffmolekülen vereinigen.

 

Natrium ist ein seltsames Metall

Fassen wir unsere bisherigen Erkenntnisse zusammen:

Natrium ist ein recht seltsames Metall. Es ist viel weicher als alle anderen Metalle (kann mit einem Messer geschnitten werden), die wir bisher kennengelernt haben. Es reagiert mit dem Luftsauerstoff sehr schnell, innerhalb weniger Sekunden, und mit Wasser reagiert es noch schneller. Es handelt sich also um ein sehr reaktionsfreudiges Weich- und Leichtmetall (es schwimmt immerhin auf dem Wasser).


  
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